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TEKO Olten · O-TIA-und-TIP-23-a

Client Management


Tag 01 — Kick-off & Gruppenbildung

20. April 2026

Agenda

Heute Abend

L1 & L2

  • Vorstellung & Modulübersicht
  • Assessment & Beurteilung
  • Was ist Client Management?

L3 & L4

  • Technologie-Menu kennenlernen
  • Gruppen bilden & Technologie wählen
  • Lab-Infrastruktur einrichten

Ziel: Am Ende des Abends habt ihr eine Gruppe, eine Technologie und eure erste laufende VM.

Bis Ende heute

Lernziele

  • Du weisst, was Client Management ist — und wie es sich von klassischen Ansätzen unterscheidet
  • Du kennst die vier Technologieoptionen und kannst begründen, warum deine Gruppe sie gewählt hat
  • Du hast eine Gruppe gebildet und eine Technologie ausgewählt
  • Du hast Zugang zu deiner Lab-Infrastruktur (VM läuft)

Kursstruktur

18 Abende

Phase 1 — Aufbauen

  • Abend 1: Kick-off (heute)
  • Abend 2–5: Erstes Lab
  • Abend 6: Zwischenpräsentationen
  • Abend 7: Schriftliche Prüfung

Phase 2 — Rotieren & Finalisieren

  • Abend 8–11: Zweites Lab
  • Abend 12: Vergleichspräsentationen
  • Abend 13–15: Finalisierung
  • Abend 16: Abgabe Transferarbeit
  • Abend 17: Fachgespräche
  • Abend 18: Schlusspräsentation

Kursphilosophie

Rotation — was bedeutet das?

Zyklus 1 (Abend 2–5)

Gruppe A baut Ansible-Lab.
Gruppe B baut Terraform-Lab.
Gruppe C baut Intune-Lab.

→ Jede Gruppe schreibt einen Quick-Start-Guide

Zyklus 2 (Abend 8–11)

Gruppe A übernimmt Terraform via Quick-Start-Guide von Gruppe B.
Gruppe B übernimmt Intune von Gruppe C.
Gruppe C übernimmt Ansible von Gruppe A.

Peer Teaching: Erklärt anderen, was ihr aufgebaut habt — das ist Client Management in der Praxis.

Wie wird bewertet?

Beurteilung

  • 20 % — Schriftliche Theorieprüfung (Abend 7, 01. Juni)
  • 50 % — Lab-Lösung + Dokumentation / Transferarbeit (Abgabe Abend 16, 14. Sep)
  • 30 % — Individuelles Fachgespräch (Abend 17, 21. Sep)

Das Fachgespräch ist individuell — jede Person muss die Lösung der eigenen Gruppe erklären können.

Die Transferarbeit dokumentiert eure End-to-End-Lösung so, dass jemand anderes sie nachbauen kann.

L2 — Grundlagen

Was ist Client Management?

Klassischer Ansatz

  • Desktop-Imaging & Rollout
  • SCCM / Intune
  • Gruppenrichtlinien (GPO)
  • Patch-Management
  • CMDB & Inventarisierung

Moderner Ansatz

  • Infrastructure as Code (IaC)
  • Configuration Management
  • Push vs. Pull Modelle
  • Agentenlos (Ansible) vs. Agentenbasiert (Puppet)
  • "Alles ist ein Client" — Server, Container, Cloud

Grundlegende Paradigmen

Push vs. Pull

Push (z.B. Ansible)

  • Controller schiebt Konfiguration auf Zielrechner
  • Kein Agent nötig (SSH reicht)
  • Einfacher Einstieg
  • Kein dauerhafter Agent → manuell auslösen oder cron

Pull (z.B. Puppet, Salt)

  • Agent auf Zielrechner holt Konfiguration vom Server
  • Drift-Detection: Agent korrigiert automatisch
  • Skaliert auf 1000+ Nodes
  • Mehr Setup-Aufwand

Terraform ist ein Sonderfall: weder Push noch Pull — deklarativer Zustand via API.

Kontext

Warum Linux?

  • Linux-Marktanteil auf Servern: > 90 %
  • Public Cloud (AWS, Azure, GCP): Mehrheit Linux
  • Container (Docker/Kubernetes): Linux-Kernel
  • Ansible, Terraform, SaltStack: Linux-native

Client Management ≠ nur Windows-Desktops

Wer heute im Enterprise-Umfeld arbeitet, verwaltet Linux — ob gewollt oder nicht.

L3 — Gruppenauswahl

Technologie-Menu

Ansible

Configuration Mgmt

Push, agentenlos, YAML

Lernkurve: ⭐⭐

Terraform

Infrastructure as Code

Deklarativ, State-File, HCL

Lernkurve: ⭐⭐

SCCM / Intune

Windows Client Mgmt

Zentral, agentenbasiert

Lernkurve: ⭐⭐⭐

Mindestens eine Gruppe wählt eine Windows-basierte Lösung (SCCM oder Intune).

SaltStack / Puppet als vierte Option für ambitionierte Gruppen — Handout liegt aus.

Jetzt

Gruppenbildung

  • Ideale Grösse: 2–3 Personen
  • Jede Gruppe wählt eine Technologie
  • Erste Wahl hat Vorrang (kein Losentscheid nötig, ausser Konflikt)
  • Ergebnis: Name der Gruppe + Technologie → an Tafel/Whiteboard festhalten

Quick-Start-Guide (bis Abend 5): Euer Leitfaden so schreiben, dass eine andere Gruppe eure Lösung nachbauen kann — das ist die Grundlage der Rotation.

L4 — Was ihr braucht

Lab-Infrastruktur

Linux-Gruppen

Hetzner Cloud — Rechenzentrum Zürich

CX22: 2 vCPU, 4 GB RAM
ca. CHF 5 / Monat

Empfehlung: 2–3 VMs pro Gruppe

Windows-Gruppen

Azure for Students

$100 Guthaben mit Schul-E-Mail

Alternativ: lokale VMs (min. 16 GB RAM)

TEKO stellt keine Lab-Infrastruktur bereit. Das Lab-Setup ist selbst eine Lernleistung.

Jetzt: Setup starten

Lab-Auftrag 01

Öffnet das Handout handout-lab-setup.md und richtet eure Infrastruktur ein.

  • Hetzner- oder Azure-Account erstellen (falls noch keiner vorhanden)
  • Erste VM / Instanz provisionieren
  • SSH-Zugang einrichten (Linux) bzw. RDP (Windows)
  • System aktualisieren & absichern
  • Grundlegende Systemerkundung

Ziel bis Abend 2: Laufende Lab-Umgebung, erstes "Hello World" mit eurer Technologie.

Auf geht's.


Gruppen bilden · Technologie wählen · Setup starten

Fragen? Jetzt oder nach dem Unterricht.